Fachwortlexikon - A -

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Abmarkung

Festgestellte Flurstücksgrenzen sind durch Grenzzeichen dauerhaft und sichtbar zu kennzeichnen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann von einer Abmarkung abgesehen werden. Die Abmarkung ist ein feststellender, beurkundender Verwaltungsakt.

Abstandsflächen

Bei oberirdischen Gebäuden müssen vor den Außenwänden Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze freigehalten werden. Diese werden nach der Wandhöhe und Dachform berechnet. Abstandsflächen müssen auf dem Grundstück selbst liegen und dürfen sich nicht überdecken. Eine Abstandsfläche ist unter gewissen Umständen nicht erforderlich, wenn das Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden darf.

Abweichungsantrag

Widerspricht die geplante Teilung der Brandenburgischen Bauordnung, so ist bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ein Abweichungsantrag nach § 72 BbgBO zu stellen, z. B. bei sich überschneidenden Abstandsflächen. Der Antrag auf Abweichung wird vom Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur mit erstellt und beim Bauordnungsamt eingereicht.

ALB (automatisiertes Liegenschaftsbuch)

Die offizielle Bezeichnung "automatisiertes Liegenschaftsbuch" für das automatisierte Katasterbuchwerk wurde im Jahre 1976 von der AdV beschlossen. Im ALB sollen die beschreibenden Angaben des automatisierten Liegenschaftskatasters in einer den Zielvorstellungen der Grundstücksdatenbank entsprechenden Weise geführt werden.

Das ALB wird in folgende Dateien eingeteilt:

1. Flurstücksdatei

2. Gemarkungsdatei

3. Gemeindedatei

4. Gebäudedatei

5. Datei der Buchungsstelle

6. Datei Eigentümer/Erbbauberechtigter

ALK (automatisierte Liegenschaftskarte)

Gemäß § 10 Abs. 2 VermLiegG Bbg ist das LK so einzurichten und fortzuführen, dass es den Anforderungen des Rechtsverkehrs, der Verwaltung und der Wirtschaft an ein Basissystem gerecht wird. Hauptbestandteile dieses automatisierten Informationssystems (Grundstücksdatenbank) ist das Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) und die ALK. In der ALK sollen die vermessungs- und katastertechnischen Angaben des automatischen Liegenschaftskatasters in einer den Zielvorstellungen der Grundstücksdatenbank entsprechenden Weise geführt werden. Bereits im Jahre 1975 hat die AdV den Begriff "Automatisierte Liegenschaftskarte" eingeführt.

Die ALK besteht aus 3 Dateien:

1. Grundrissdatei,

2. Punktdatei und

3. Datei der Messungselemente.

Amtlicher Lageplan zum Baugesuch

Der Amtliche Lageplan zum Bauantrag enthält Tatbestände an Grund und Boden, die durch vermessungstechnische Ermittlungen festgestellt worden sind oder auf solche Ermittlungen zurückgehen und die mit öffentlichem Glauben beurkundet sind. Zusätzlich kann er die Eintragung des geplanten Projektes beinhalten. Der amtliche Lageplan ist als Bestandteil des Bauantrages beim Bauordnungsamt einzureichen. Er ist von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur anzufertigen.

Auflassung

Wenn ein Flurstück geteilt wurde, werden die Messergebnisse beim Katasteramt zur Übernahme in das Liegenschaftskataster eingereicht. Bei Übernahme in das Liegenschaftskataster bescheinigt das Katasteramt die Bildung neuer Flurstücke durch Auflassungsschriften. Erst wenn die Auflassung erteilt ist, werden auf Antrag im Grundbuch für die neu entstandenen Flurstücke Grundbuchblätter angelegt.

Auflassungsvormerkung

Die Auflassungsvormerkung stellt eine Anspruchssicherung des Käufers gegen den Verkäufer dar, damit dieser das Grundstück nicht mehrmals verkauft. Sie wird notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen.